Achten Sie bitte auf unser CI/CD.

Oder auch nur: «…achten Sie bitte auf unser CI». Viele Briefings an frühjahr enthalten diesen Hinweis. Das begrüssen wir natürlich, auch wenn es für uns eine Selbstverständlichkeit ist, bestehende Vorgaben bezüglich Design zu beachten und diese bei neuen Gestaltungen weiterzuverfolgen.
Doch darum soll es sich hier nicht handeln. Sondern um die wackelige Bezeichnung «CI/CD» - scheinbar herrscht eine allgemeine Verwirrung, was denn überhaupt CI und was CD ist. Nadann, wollen wir mal.
Beginnen wir zuoberst: Corporate Identity (CI) fasst die Identität eines Unternehmens zusammen. Diese kann schön formal in 3 dicken Ordnern niedergeschrieben sein oder auch einfach von der Geschäftsleitung immer wieder gepredigt werden. Die Corporate Identity muss man sich als Persönlichkeit eines Menschen vorstellen. Diese beginnt mit Fragen wie zum Beispiel:
- wie sehe ich mich selbst?
- wie sehen mich andere?
- wie würde ich mich gerne sehen?
Basierend auf den entsprechenden Antworten kann ein Unternehmen ein CI-Konzept entwickeln, welche folgende Hauptbereiche enthält:
- Corporate Design (Logo, Hausfarben, Hausschriften, Gestaltungsraster, grafische Elemente, Key Visuals)
- Corporate Communication (Werbung, PR, Verkaufsförderung, Sponsoring)
- Corporate Behaviour (Führungsstil, Lohnpolitik, Mitarbeiterförderung, Verhalten gegenüber Marktpartnern, Umwelt)
Etwas einfacher gesagt: wenn sich eine Frau schminkt und die Haare frisiert, ist das Corporate Design. Wenn ein Mann tolle Abenteuergeschichten über sich erzählt, ist das Corporate Communication. Und wenn mir ein Lieferwagen der Druckerei XY beim Autofahren den Weg abschneidet ist das relativ schlechte Corporate Behaviour.
Es gibt noch unzählige weitere C-Irgendwas. Man kann das ins Extreme bis zu Corporate Cleaning führen. Doch zusammengefasst: CI ist nicht CD. Der Teil Coprorate Design ist im CI enthalten. Also besser im nächsten Briefing «CD beachten» schreiben (wenn vorhanden) und schon beeindrucken Sie uns. Versprochen.
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